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Das Artenschutzprojekt für den Juchtenkäfer und für alte Obstbäume in der Steiermark (abgeschlossen)

Ergebnis des Artenschutzprojekts Juchtenkäfer in der Steiermark

Im Rahmen von zwei Artenschutzprojekten für den Juchtenkäfer in der Steiermark wurden in den Jahren 2016 bis 2019 gemeinsam mit der Spürhundexpertin Dr. Gabriele Sauseng (Spürhunde Iuma und Mokka) sowie mit der Europaschutzgebietsbetreuerin Mag. Andrea Bund insgesamt 186 Obstgärten oder Einzelbäume, aber auch Parkanlagen, Weidenbestände und Baum-Naturdenkmale auf Vorkommen des Käfers hin untersucht.

Rund 5.700 Obstbäume und sonstige Laubholz-Altbäume mit entsprechenden Höhlen wurden kontrolliert – davon konnten in 92 Bäumen auf 33 Flächen eine Besiedlung durch den Juchtenkäfer festgestellt werden. Durch das Projekt konnten 21 landwirtschaftliche Betriebe mit insgesamt 73 Bäumen für die Teilnahme an der Vertragsnaturschutzmaßnahme „Baumprämie“ gewonnen werden.

Die meisten Nachweise gelangen im Gebiet zwischen Laßnitz- und Sulmtal (Sausal), drei Nachweise stammen aus der südlichsten Steiermark zwischen Ehrenhausen und Leutschach, ein Nachweis aus dem Gebiet Feistritzklamm-Herberstein.

Die Zukunftsaussichten für diese geschützte und sehr anspruchsvolle Tierart in der Steiermark sind aber trist. Die meisten Populationen sind stark isoliert. Aufgrund der weitestgehenden Nicht-Pflanzung von Obstbäumen in den letzten Jahrzehnten ist mit einer massiven Abnahme der Anzahl besiedelbarer Bäume in den kommenden Jahrzehnten zu rechnen. Die Art bleibt in der Steiermark damit langfristig vom Aussterben bedroht.



Fotos: Entdeckte Juchtenkäfer-Brutbäume des Juchtenkäfers in der Steiermark.



Karte: Bekannte aktuelle Verbreitung von Osmoderma eremita in der Steiermark; rot = aktuelle Nachweise, grau = alte Nachweise, nicht gefüllt = untersucht, keine Nachweise, Stand: Jänner 2020. Karte: ÖKOTEAM/P. Zimmermann



Foto: Baumplaketten kennzeichnen – wenn die/der Besitzer/in das möchte – die im Vertragsnaturschutz geförderten Brutbäume des Käfers.

 
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