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Das Artenschutzprojekt für den Juchtenkäfer und für alte Obstbäume in der Steiermark



Foto: Kärnten, Villach-Vassach, 6.8.2013, Christian Komposch

Ergebnis des Artenschutzprojekts Juchtenkäfer im Bezirk Leibnitz 2016 und 2017

Im Rahmen des Artenschutzprojekts Juchtenkäfer im Bezirk Leibnitz wurden in den Jahren 2016 und 2017 gemeinsam mit der Spürhundexpertin Dr. Gabriele Sauseng (Spürhunde Iuma und Mokka) sowie mit der Artenschutzbeauftragten Mag. Andrea Bund insgesamt 96 Obstgärten oder Einzelbäume, aber auch Parkanlagen, Weidenbestände und Baum-Naturdenkmale auf Vorkommen des Käfers hin untersucht.

Rund 2.500 Obstbäume und sonstige Laubholz-Altbäume mit entsprechenden Höhlen wurden kontrolliert – davon konnten in 30 Bäumen auf 17 Flächen eine Besiedlung durch den Juchtenkäfer festgestellt werden. Durch das laufende Projekt wurde innerhalb von zwei Jahren die Anzahl an Fundstellen in der Steiermark von 21 auf 38, also um rund 90% erhöht (nicht ganz verdoppelt).

Insgesamt 8 landwirtschaftliche Betriebe mit zusammen 16 Bäumen sind in die Baumprämien-Förderung eingestiegen. Die Brutbäume sind dadurch langfristig gesichert.

Die Zukunftsaussichten für diese geschützte und sehr anspruchsvolle Tierart in der Steiermark sind trist: Schon jetzt sind die meisten Populationen stark isoliert. Aufgrund der weitestgehenden Nicht-Pflanzung von Obstbäumen in den letzten Jahrzehnten ist mit einer massiven Abnahme der Anzahl besiedelbarer Bäume in den kommenden Jahrzehnten zu rechnen. Die Art bleibt in der Steiermark damit langfristig vom Aussterben bedroht.

Im Jahr 2018 und 2019 hoffen wir auf die Entdeckung weiterer Populationen in der gesamten südlichen Landeshälfte.



Foto: Entdeckte Juchtenkäfer-Brutbäume des Juchtenkäfers in der südlichen Steiermark – haben auch Sie solche Bäume?



Karte: Ergebnis des Artenschutzprojekts zum Juchtenkäfer im Bezirk Leibnitz 2016 und 2017: Der Großteil der an sich geeigneten Obstbaumbestände ist nicht besiedelt. Eine relativ gute Population ist im Norden des Sausals vorhanden. orange: Nachweise des Juchtenkäfers, weiß: keine Nachweise, ESG = Europaschutzgebiet (NATURA 2000-Gebiet).



Foto: Baumplaketten kennzeichnen – wenn die/der Besitzer/in das möchte – die im Vertragsnaturschutz geförderten Brutbäume des Käfers.

 
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